Druckdienstleister wollen in Technologien und die Schaffung neuer Services investieren

Erste weltweite drupa Branchenbefragung analysiert Trends und liefert Insider-Einblicke in die globale Druck- und Medienindustrie

Bis zum Januar 2017 werden unter den Marken „drupa Global Trends“ und „drupa Global Insights“ zum ersten Mal auf globaler Ebene regelmäßig Analysen und Trends der internationalen Druck- und Medienindustrie ermittelt. Basis ist ein repräsentatives Panel von Führungskräften der Druck- und Zulieferindustrie sowie Printbuyern aus aller Welt, das in erster Linie aus der Besucher- und Ausstellerdatenbank der drupa 2012 rekrutiert wurde. Die Messe Düsseldorf als Veranstalter der drupa hat die beiden neutralen Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Printfuture/UK und Wissler & Partner/Schweiz mit der Durchführung dieser Serie internationaler Branchenumfragen beauftragt. Jetzt liegen die Ergebnisse des ersten „drupa Global Trends Report“ vor.

Bei allen nationalen Unterschieden bringt der „drupa Global Trends Report“ wesentliche – und teilweise überraschende – Trends und Erkenntnisse zu Tage, die sich durch alle Wirtschaftsregionen und Druckbereiche (Publishing, Packaging, Commercial) ziehen. Erwartungsgemäß hat der Report bestätigt, dass sich die weltweite Druckindustrie nach wie vor in einem Strukturwandel befindet, was sich in Kostensteigerungen bei gleichzeitigem Preisverfall und sinkenden Margen dokumentiert.

Doch viel entscheidender sind drei zentrale Ergebnisse der Studie:
1.    Es gibt klare Signale für einen wirtschaftlichen Aufwärtstrend: Die weltweite Druckindustrie quer durch die Bereiche Commercial, Publishing und Packaging wird in den kommenden zwölf Monaten deutlich investieren. Investitionstreiber hierbei sind in den Industrieländern Effizienzsteigerung und die Schaffung neuer Services. In diesem Zusammenhang gibt es klare Indikatoren für eine Art Führer- oder Vorbildrolle der nordamerikanischen Industrie. In den Schwellenländern hingegen ist der Investitionstreiber das Auftragsvolumen.

2.    Die Druckindustrie wandelt sich von einer produkt- bzw. technikgetriebenen zu einer servicegetriebenen Industrie. Im Trend sind neue Lösungen und Geschäftsmodelle, die die Bedürfnisse des Kunden reflektieren.

3.    Erwartungsgemäß spielt Digitaldruck im eingesetzten Technologie-Mix eine wichtige Rolle. 65 Prozent aller Druckdienstleister produzieren sowohl konventionell als auch digital. Über 30 Prozent der Commercial Printer erzielen bereits heute ein Viertel ihrer Gewinnmargen mit Digitaldruck. Doch auch konventioneller Druck (vor allem Bogenoffset) ist nach wie vor ein wichtiger Eckpfeiler der Druckbranche. Das spiegelt sich bei den Investitionsabsichten wider: 29 Prozent aller Druckdienstleister wollen 2014 in Bogenoffset investieren.

„Mit diesen Umfrage-Ergebnissen bietet die drupa erstklassige, repräsentative Marktdaten und Informationen, mit deren Hilfe alle Marktplayer über die gesamte Wertschöpfungskette in der Lage sind, die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen. Hinzu kommt: Die Studien bilden die Situation in den fünf großen Wirtschaftsregionen der Welt ab“, unterstreicht Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, die Relevanz der drupa Global Trends und Insights. „Nicht zuletzt dienen die gewonnenen Erkenntnisse der zukünftigen strategischen Ausrichtung der drupa.“

Die vorliegenden Ergebnisse spiegeln eine erste aktuelle Bestandsaufnahme wider. Jeweils im vierten Quartal der Jahre 2014, 2015 und 2016 wird das Expertenpanel erneut befragt, um die weitere Trend-Entwicklung zu verfolgen. Alternierend dazu bieten die „drupa Global Insights“ jeweils im Mai 2014 und 2015 sowie im Herbst 2016 detaillierte Einblicke in spezifische Themenblöcke der Industrie. Den Auftakt macht der Insights-Report zum Thema „Die Auswirkungen des Internets auf Print“ im Juni 2014. Hier geht es in erster Linie darum, aufzuzeigen, welchen Einfluss E-Commerce, Digital Marketing, Mass Customisation und IT auf die gesamte Welt des Druckens haben und wie zukünftige Strategien und Businessmodelle aussehen könnten.

Rund 2.500 Entscheidungsträger aus aller Welt (119 Länder) haben sich im vierten Quartal 2013 an der Umfrage beteiligt und den umfangreichen Fragenkatalog beantwortet. Den größten Teil der Befragten stellte die Gruppe der Druckdienstleister mit 58 Prozent, gefolgt von Zulieferern (21 Prozent) und Printbuyern (21 Prozent).

Eine Executive Summary der Umfrageergebnisse (in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch und Chinesisch) gibt es als PDF zum Download unter: www.messe-duesseldorf.de/drupa2012_ca/pdf/exe_summary_de.pdf. Die vollständige Zusammenstellung (in englischer Sprache) ist ab sofort zum Preis von 249,00 Euro bei der Messe Düsseldorf (www.drupa.de/1131) als PDF erhältlich.

    
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Präsentation des „Blauer Engel“ für Druckprodukte

Das Druckhaus Berlin-Mitte hat das neue Halbjahresprogramm des Informationszentrums für nachhaltige Printproduktion (InaP) veröffentlicht.

Insgesamt vier Veranstaltungen sind vom Umweltbeauftragten und Leiter des InaP, Dieter Ebert, ab Anfang März geplant. Die Themen reichen vom alkoholfreien Drucken, über umweltschonendes Large Format Printing bis zum grünen Lettershop.

Höhepunkt dürfte die Sonderveranstaltung am 3. Juni sein. Dort stellt eine Projektgruppe des Umweltbundesamtes Inhalt, Kriterien und Verfahren des neuen Umweltzeichens für umweltschonende Printprodukte vor. Die Projektgruppe stellt sich auf der Veranstaltung Fragen, Wünschen und Kritik der Teilnehmer um im Anschluss die eigenen Vorschläge zu überarbeiten.

Martin Lind, Geschäftsführer der DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH, hatte nach der Vorstellung des EU-Umweltzeichens für Druckprodukte, im Mai 2013, das Verfahren, die Kriterien und den geringen Bekanntheitsgrad des Logos kritisiert.

Die jetzt geplante Ausweitung der Kriterien des bekannten und anerkannten Umweltzeichens "Blauer Engel" für eine praktikable Kennzeichnung von umweltschonend hergestellten Drucksachen begrüßt Lind ausdrücklich. "Der „Blaue Engel" bietet die Chance, in der Vielfalt der derzeit existierenden Logos und Zertifikate dem Endverbraucher wie dem gewerblichen Druckerei-Kunden eine klare Orientierung zu geben, welches Druckerzeugnis und welche Druckerei, nachhaltig und umweltschonend hergestellt ist bzw. produziert."

Lind betonte weiter, er begrüße, dass im Vorfeld der Einführung des "Blauen Engel" für Druckprodukte durch die Projektgruppe der Austausch mit Druckereien, Verlagen und anderen Kundengruppen gesucht wird. Das InaP in Berlin sei als anerkannte Institution (2012 Auszeichnung durch die UNESCO für die Bildung für nachhaltige Entwicklung) eine gute Plattform für dieses Vorhaben.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit zu allen vier Veranstaltungen finden Interessierte unter www.druckhaus-berlin-mitte.de/inap.html

Canon legt Service für klimaneutrales Drucken neu auf

Canon hat seinen Service für klimaneutrales Drucken im Bereich Bürolösungen neu aufgelegt.

Unterstützt wird der Relaunch durch eine neue Lösung zur CO2-Bilanzierung, deren Berechnungsmethodik nach dem jüngst veröffentlichten ISO-Standard 16759 zertifiziert wurde. Dieser regelt alle Erfordernisse für die Kalkulation eines CO2-Fußabdrucks für Druckprodukte. Das webbasierte Tool wurde von ClimatePartner entwickelt; die Zertifizierung durch den Warenprüfkonzern SGS vollzogen.
Die Canon Deutschland GmbH bietet seinen Unternehmenskunden klimaneutrales Drucken seit dem Jahr 2012 als hochwertigen Extra-Service für alle Druck- und Multifunktionsgeräte. "Canon ist damit ein wichtiger Partner für Unternehmen und öffentliche Behörden sowie Schulen und Universitäten, die durch den Abschluss eines Kompensationsvertrags bei jedem einzelnen Ausdruck und jeder Kopie einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen", erläutert Kim Majetic, Marketing Director Business Imaging Group bei Canon Deutschland. "Damit unterstützen wir unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer Green Office Strategien."    

Canon Consultants können mit dem neuen Tool den CO2-Ausstoß einer gesamten Druckerflotte transparent für den Kunden berechnen, ausweisen und abhängig von der optimalen Gerätekonfiguration nach CO2-Kriterien vergleichen. Kim Majetic: „Mit der neuen Lösung erhalten unsere Kunden nicht nur volle Transparenz über die verursachten CO2-Emissionen ihrer Druckerflotte, sondern können sich auch sicher sein, dass die Berechnungen international gültigen Vorgaben entsprechen.“ Die Kalkulation nach dem ISO-Standard berücksichtigt dabei die relevanten Emissionsquellen wie Strom-, Toner- und Papierverbrauch aber auch die Emissionen, die für die Herstellung des Papiers und des Toners angefallen sind.

Nach CO2-Bilanzierung und Optimierung der Gerätekonfiguration können die Treibhausgasemissionen direkt über das Online-Tool kompensiert werden – das Unternehmen gleicht die während der Nutzungsphase verursachten CO2-Emissionen an anderer Stelle aus.
"Klimaneutrales Drucken hat sich zum maßgeblichen Instrument entwickelt, mit dem immer mehr Unternehmen die eigene Umweltbotschaft stärken", betont Moritz Lehmkuhl, Geschäftsführer von ClimatePartner. Für den CO2-Ausgleich stehen verschiedene Klimaschutzprojekte zur Auswahl, die nachweislich eine Emissionsreduktion leisten,  nach internationalen Standards zertifiziert sind und regelmäßig überprüft werden.    
Die Berechnungsmethodik der von Canon eingesetzten Lösung setzt alle Erfordernisse der CO2-Bilanzierung auf Grundlage der ISO 16759:2013 um. Die Norm beinhaltet detaillierte Vorgaben für Berechnungsmethoden, baut auf bestehenden Regelwerken wie etwa PAS 2050 oder ISO TS 14067 auf und ergänzt diese um branchenspezifische Anforderungen. Die Entwicklung des neuen Standards startete im Jahr 2010. Beteiligt waren Experten aus der gesamten grafischen Industrie. Als langjähriges Mitglied im Norm-Ausschuss und dem Wissen aus über 500 Projekten bei Druckereien konnte ClimatePartner die Entwicklung maßgeblich mitgestalten.

WAZ unterstützt Two Sides-Kampagne

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung hat am 12. Februar 2014 in ihrer Gesamtausgabe kostenlos Farbanzeigen „No wonder you love paper“ der Initiative Two Sides abgedruckt.

Dank der engen Kontakte des VDP zur Chefredaktion der WAZ hat die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 12. Februar 2014 in ihrer Gesamtausgabe kostenlos Farbanzeigen „No wonder you love paper“ der Initiative Two Sides abgedruckt. Two Sides kommuniziert als Schwesterkampagne der europäischen Print Power Initiative die Nachhaltigkeit des Themas Print und Paper. Das Äquivalent der geschalteten Anzeigen beträgt über 70.000 Euro.

In den abgedruckten Anzeigen wird mit der Aussage "100 % besser informiert. 30% mehr Wälder" darauf hingewiesen, dass die Wälder in Europa trotz Bewirtschaftung und Nutzung des Holzes für Informationsmedien wie die Tageszeitung seit 1950 um 30% gewachsen sind. Die Kampagne finden Sie im Internet unter: www.youlovepaper.info/de oder unter www.twosides.info/de

Verleihung des Golden Pen of Freedom 2014 an inhaftierten äthiopischen Journalisten

Eskinder Nega, ein äthiopischer Verleger, Journalist und Blogger, der auf der Grundlage der Antiterrorgesetzgebung eine Gefängnisstrafe von 18 Jahren absitzt, wurde mit dem Golden Pen of Freedom 2014 ausgezeichnet, dem jährlich vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) verliehenen Preis für Pressefreiheit

E. Nega wurde am 14. September 2011 verhaftet, nachdem er in einem veröffentlichten Artikel seine Regierung kritisiert hatte, die Anti-Terrorismus-Proklamation von 2009 zu verwenden, um Kritiker, darunter den äthiopischen Schauspieler und Aktivisten Debebe Eshetu, ins Gefängnis und zum Schweigen zu bringen. Er wurde am 23. Januar 2012 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation verurteilt.

Mit der Preisvergabe sandte der Vorstand von WAN-IFRA eine klare Botschaft an die äthiopische Regierung: Ein Missbrauch der Antiterrorgesetzgebung zur Inhaftierung von Journalisten und Regierungskritikern ist ungerechtfertigt und verstößt gegen internationale Protokolle, darunter die „Wiener Erklärung über Terror, Medien und Gesetze“.

„Diese Auszeichnung würdigt den Mut von Eskinder Nega, trotz der Risiken seine Meinung zu äußern, was ihn aufgrund der drakonischen und überaus weit gefassten Antiterrorgesetze seines Landes ins Gefängnis brachte“, erklärte der Präsident von WAN-IFRA, Tomas Brunegård, im Namen des Vorstands.

„Wir fordern die äthiopische Regierung auf, Eskinder Nega und alle Journalisten freizulassen, die nach den Bestimmungen gegen staatsgefährdende Aktivitäten verurteilt wurden, darunter Solomon Kebede, Wubset Taye, Reyot Alemu und Yusuf Getachew“, sagte T. Brunegård, der Äthiopien vor kurzem im Rahmen einer internationalen Mission besuchte, die feststellte, dass Verleger und Journalisten dieses Landes in einem Klima der Angst Journalismus betrieben.

Der Golden Pen of Freedom (deutsch: Goldener Feder der Freiheit) ist ein Preis, der jährlich von WAN-IFRA vergeben wird, um herausragende Aktivitäten zu würdigen, die eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution durch Schriften oder Taten für die Pressefreiheit unternimmt.

Präsentiert wird die Auszeichnung am 9. Juni bei den Eröffnungsfeiern des Weltkongresses der Zeitungen, des World Editors Forums und des World Advertising Forums, den Gipfeltreffen der Weltpresse, die in Turin, Italien, stattfinden.

In einem in der New York Times veröffentlichten Meinungsartikel sagte E. Nega zu seiner Haftstrafe: „Ich habe nie ein Komplott zum Sturz der Regierung geschmiedet; ich habe lediglich über den Arabischen Frühling berichtet und darauf hingewiesen, dass etwas Ähnliches in Äthiopien geschehen könnte, wenn das autoritäre Regime keine Reformen durchführt (…). Ich wagte es auch, die abstruse Behauptung der Regierung, die im Gefängnis sitzenden Journalisten seien Terroristen, in Frage zu stellen.“

WAN-IFRA brachte ihren Widerspruch gegen Äthiopiens Missbrauch der Antiterrorgesetzgebung in einem Schreiben an den inzwischen verstorbenen Premierminister H.E. Meles Zenawi im Jahr 2012 lautstark mit der Aufforderung zur sofortigen Freilassung von E. Nega zum Ausdruck und verlangte vor kurzem bei einer internationalen Pressefreiheitsmission nach Äthiopien, die zusammen mit dem Internationalen Presseinstitut IPI durchgeführt wurde, die Freilassung von E. Nega und vier weiteren inhaftierten Journalisten.

E. Nega eröffnete seine erste Zeitung, Ethiopis, im Jahr 1993, die wegen ihrer kritischen Berichterstattung bald darauf wieder von den Behörden eingestellt wurde. Daraufhin leitete er gemeinsam mit seiner Frau Serkalem Fasil das Serkalem Publishing House und trug die Verantwortung für Zeitungen wie Asqual, Satenaw und Menelik, die in Äthiopien zurzeit alle verboten sind. Auch seine Journalistenlizenz wurde ihm im Jahr 2005 entzogen, doch er publizierte weiter – trotz des Verbots.

E. Nega ist es nicht fremd, wegen seiner Schriften inhaftiert zu werden. Unter Premierminister Meles Zenawi war er mindestens siebenmal in Haft. Dazu zählte auch eine gemeinsam mit seiner Frau verbüßte Gefängnisstrafe von 17 Monaten, weil beide wegen ihrer kritischen Berichterstattung über die gewaltsame Reaktion der Regierung von Meles auf die friedlichen Proteste infolge der umstrittenen Wahlen von 2005 des Verrats angeklagt worden waren.

Pankaj Mishra erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2014

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2014 wird dem indischen Publizisten und Historiker Pankaj Mishra verliehen, so das Urteil der international besetzten Jury.

Mishra erhält den Preis für sein grundlegendes Werk «Aus den Ruinen des Empires. Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens», erschienen 2013 im S. Fischer Verlag in der Übersetzung von Michael Bischoff. Faktenreich und farbig erzählt Mishra die Geschichte von Asiens Auflehnung gegen den westlichen Imperialismus und beschreibt die unterschiedlichen Reaktionen Asiens auf die Herausforderungen der westlichen Moderne. Aus nicht-westlicher Perspektive analysiert er die Suche asiatischer Intellektueller nach Antworten auf die Überwältigung durch den Westen. Am Beispiel dreier bahnbrechender Einflussfiguren und Wortführer stellt er die intellektuelle und politische Mobilisierung dar, die den Aufstieg Chinas und Indiens zu Weltmächten und den Erfolg des politischen Islam begründete. Es ist der nicht-europäische Blick auf den Westen, der Pankaj Mishras aufklärendes Werk für die Selbstverständigung Europas über die eigene Rolle in der heutigen Welt unentbehrlich macht. Die Preisverleihung 2014 an Pankaj Mishra findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 12. März 2014 im Gewandhaus zu Leipzig statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Ilija Trojanow.

Aus der Vita

Pankaj Mishra, geboren 1969 in Jhansi, Nordindien, lebt in London und Mashobra. Er studierte Ökonomie und Englische Literatur, schreibt seither Essays und Kolumnen über den indischen Subkontinent, Afghanistan und China für mehrere internationale Zeitschriften, insbesondere die New York Review of Books. Mishra war Gastprofessor am Wellesley College und Gastdozent an der Fakultät für Englische Literatur am University College London. Als Herausgeber hat Pankaj Mishra Werke namhafter Autoren neu veröffentlicht, 1996 unterstützte er das Erscheinen von Arundhati Roys Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ in Großbritannien. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht er selbst erfolgreich Romane und Erzählungen.

Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben und mit 15.000 Euro dotiert, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe. Ausführliche Informationen zum Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, den bisherigen Preisträgern, dem Kuratorium und der Jury finden Sie im Internet unter www.leipzig.de/buchpreis

Gestaltung mit Mehrwert und klimaneutrale Produktion von Clormann Design

um fünfjährigen Bestehen richtet der Geschäftsführer Marc Clormann die Agentur im Westen von München konsequent nachhaltig aus und drückt dies auch mit einem neuen Unternehmensauftritt aus

Diplom-Designer Marc Clormann, Inhaber und kreativer Kopf der Agentur, sieht „Nachhaltigkeit“ nicht nur als ökologisches Handeln, sondern die ökonomische konsequente Umsetzung von Projekten auf einer Ebene mit ästhetischer und sozialer Verantwortung. Ein Elektroauto als Firmenfahrzeug, Solaranlage auf dem Bürodach, das eigene Gemüsebeet im Garten des Büros, Ökostrom aus der Steckdose und die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten sind nur einige Aspekte der verstärkten nachhaltigen Ausrichtung, die nun auch mit dem Zertifikat „klimaneutrales Unternehmen“ offiziell belohnt wurde.

„Nachhaltiges Design hat für uns viele Aspekte“, erklärt der Geschäftsführer Marc Clormann.  Denn von der Idee bis hin zum fertigen Produkt ist es häufig ein langer Weg. „Schon zu Beginn der Gestaltung beraten wir unsere Kunden hinsichtlich relevanter Aspekte für ein nachhaltiges Produkt.“ Dazu zählt neben dem klimaneutralen Druck und Versand auch das Verwenden ressourcenschonender Materialen, energieeffiziente Veredelungen sowie Qualität und die „Langlebigkeit“ der Gestaltung. „Unsere Kunden können von uns ein vollständig klimaneutrales Produkt bekommen ohne auf Qualität, Veredelungen oder besondere Effekte verzichten zu müssen. Unabdingbare Emissionen gleichen wir mit Kompensationszahlungen in ein Klimaschutzprojekt in Togo aus“, so Clormann. Das Zertifikat „klimaneutrales Unternehmen“ vergibt natureOffice gemeinsam mit dem TÜV Hessen. Auf der Grundlage des TÜV-PROFiCERT-Plus-Verfahrens wurde der CO2-Fußabdruck ausgewertet.

Umgeben von viel Grün und dem Ufer eines direkt vorbeifließenden Baches fühlen sich nicht nur die Mitarbeiter wohl, die sich ihr Mittagessen im Sommer selbst „im Garten pflücken“ können. Auch die Kunden und Lieferanten erwartet eine angenehme Atmosphäre. „Nicht selten komme es vor, dass ein Lieferant oder Kunde deswegen länger bleibt und einen selbst angebauten Salat oder hauseigenen Apfelsaft oder Marmelade mitnimmt“, sagt Clormann.

Anlass für diese konsequente Weiterentwicklung ist das stete Bewusstsein für Qualität, Umwelt, soziale Verantwortung und das fünfjährige Jubiläum von Clormann Design. Dafür hat die Agentur auch ihr Corporate Design sowie die eigene Webseite clormanndesign.de komplett überarbeitet. Die im Januar 2014 mit dem internationalen Designpreis „iF Award“ ausgezeichnete Website läuft über einen klimaneutralen Server.

Von nur einem Mitarbeiter im Jahr 2009 ist das Kreativteam um Diplom-Designer Marc Clormann auf insgesamt sieben Köpfe gewachsen und gestaltet unter anderem für die Automobil-, Luxus- und Foodindustrie. Zu den Kunden zählen beispielsweise Volkswagen, Dior, Veuve Clicquot, Moet & Chandon und die Büttenpapierfabrik Gmund. Seit ihrem Start hat die produktionsstarke Agentur für visuelle Kommunikation fast 40 internationale Designpreise gewonnen.

Der Weltkongress der Zeitungen erstreckt sich auf das gesamte Strategiespektrum der Nachrichtenmedien

Insbesondere in einem Zeitalter des Wandels stellt der Weltkongress der Zeitungen für Führungskräfte aus dem Nachrichtengeschäft, die sich über die neuesten Trends und Strategien informieren wollen, alljährlich einen Wertschöpfungsfaktor dar.

Doch der diesjährige Kongress in Turin, Italien, wird Verlegern, Redakteuren und allen Führungspersönlichkeiten aus der Nachrichtenbranche, deren Zeit kostbar ist, noch mehr zu bieten haben.
Torino 2014, die vom 9. bis zum 11. Juni veranstalteten Gipfeltreffen der Weltpresse, beinhalten fünf gesonderte Veranstaltungen an einem Ort, die mit nur einer Eintrittskarte besucht werden können:

– den 66. Weltkongress der Zeitungen, der den Blick auf neue Geschäftsmodelle und Umsatzströme richtet.

– das 21. World Editors Forum, bei dem die Innovationen im Journalismus und in der redaktionellen Organisation im Mittelpunkt des Interesses stehen.

– das 24. World Advertising Forum, bei dem die Erfolgsstrategien zur Steigerung der Werbeerträge im Online-, Mobile- und Printbereich präsentiert werden.

– die Energy Lounge, ein neuer Treffpunkt zur Entdeckung und Ergründung bahnbrechender Technologien.

– die gesellschaftlichen Veranstaltungen, die für die Zeitungsbranche eine langbewährte Plattform zum Knüpfen von Kontakten sind.

Einzelheiten zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter http://www.wan-ifra.org/torino2014

Die vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) organisierten Veranstaltungen bieten „für jeden mit der Zeitungswelt Verbundenen die nicht zu verpassende Gelegenheit, eine Pause einzulegen und im Eiltempo herauszufinden, was funktioniert und was nicht“. So beschrieb John Stackhouse, Chefredakteur der kanadischen Zeitung Globe and Mail, die Veranstaltungen.

„Es gibt keine bessere Gelegenheit, Erfahrungen und Denkweisen aus aller Welt zusammenzubringen“, sagte er.

Zu den diesjährigen Referenten zählen: John Elkann, Präsident von Fiat und Editrice La Stampa; Carlo de Benedetti, Präsident der Verlagsgruppe L'Espresso; John Paton, CEO von Digital First Media; Pietro Scott Jovane, CEO der Mediengruppe RCS; David Callaway, Chefredakteur der USA Today; Jason Seiken, Chefredakteur und Chief Content Officer des Telegraph; Amy Webb, Gründerin und CEO von Webbmedia; Gary Pruitt, Präsident & CEO von Associated Press; Andrew Betts, Direktor von FT Labs; Raju Narisetti, Senior Vice President und Leiter der Strategieabteilung der News Corp.; Yoichi Nishimura, Direktor des Bereichs elektronische Medien und internationale Angelegenheiten der Asahi Shimbun; Sarah Marshall, Social Media Editor für Europa, den Mittleren Osten und Afrika beim Wall Street Journal; und viele andere.

Einzelheiten zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter http://www.wan-ifra.org/torino2014

Direktdruckplatte Azura TE von Agfa Graphics für klassische Akzidenzanwendungen

Agfa Graphics hat heute die weltweite Verfügbarkeit seiner neuen chemiefreien Direktdruckplatte Azura TE angekündigt.

Mit diesem “Direct-on-Press-Arbeitsablauf” werden die Produktionszeiten deutlich kürzer und Abfälle werden drastisch reduziert. Da die Azura-TE-Platten während des Drucks gereinigt werden, benötigt das System keinen Prozessor, keine Chemie und kein Wasser. Dies bedeutet weniger Energieverbrauch und geringere Wartungsaufwendungen, was zu einem umweltfreundlichen Betrieb sowie einer Kostenreduktion führt.

Azura TE verzichtet dafür aber nicht auf Bildqualität und einem breiten Verarbeitungsspielraum im Drucksaal.. Auf den Zylinder montiert, verhält sich Azura TE sehr ähnlich einer traditionell verarbeiteten oder chemiefreien Platte. Die Platten säubern sich schnell und die Farbannahme erfolgt sofort, was beides zu verkäuflichen Bögen nach nur wenigen Umdrehungen führt.

"In der Tat ist eine "Direktdruck"-Platte nach Plattenbelichtung einsatzbereit, sagte Guy Desmet, Leiter des PrePress-Marketings, Agfa Graphics. "Darüber hinaus weist Azura TE dank unserer patentierten Thermofuse-Technologie einen hervorragenden Bildkontrast auf. Das macht die visuelle Kontrolle einfach und bedeutet, dass Punktmessungen oder die Plattenerkennung mit Standardmessgeräten durchgeführt werden können. Zusätzlich bietet Azura TE eine ausgezeichnete Tageslichtstabilität. Das ist praktisch, wenn die Platten nicht sofort im Drucksaal verarbeitet werden können."
Merkmal der : Azura-Druckplattenserie von Agfa Graphics ist ein hervorragendes lithografisches Verhalten in der Druckmaschine. Mit Sublima werden Rasterweiten bis zu 240 LPI unterstütz. Guy Desmet hat hinzugefügt: "Der einjährige Feldtest auf der ganzen Welt hat uns gelehrt, dass Azura TE mit allen Agfa und nicht-Agfa Plattenbelichtern, einer breiten Palette von Feuchtmitteln, Farben und Druckmaschinen kompatibel ist. Kunden lieben die einfache Handhabung von Azura TE, den Produktivitätsgewinn und die Druckqualität."

Seit seiner Einführung im Jahr 2004 hat sich die ThermoFuseTM-Technologie von Agfa Graphics als die führende Technologie im Bereich der nachhaltigen Druckplattenherstellung bewährt. Azura TE basiert auf derselben ThermoFuseTM-Technologie wie seine Vorgänger, es arbeitet mit einer Mono-Beschichtung auf Wasserbasis. Diese besteht aus farbannehmenden Latexperlen, die klein genug sind, um eine hervorragende Wiedergabequalität zu liefern.

Mein Papa liest vor startet in Berlin

Ab sofort kostenloser Service für Arbeitgeber / Projekt fördert die familiäre Vorlesekultur bei den Mitarbeitern

Lesen und Vorlesen sind ein wichtiger Schlüssel zur Bildung und damit eine substanzielle Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft. Trotzdem lesen 30 Prozent der Eltern ihren Kindern nicht regelmäßig vor, und wenn, dann sind dies meistens die Mütter. Gerade Jungen fehlt damit ein männliches Rollenvorbild für das Lesen. Dies soll sich in Zukunft ändern: Das Projekt „Mein Papa liest vor!“, das die Stiftung Lesen mit Förderung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, der Stiftung Berliner Sparkasse und der Microsoft Deutschland GmbH ab sofort in Berlin umsetzt, soll insbesondere Väter, dazu animieren, ihren Kindern mehr vorzulesen. Die Schirmherrschaft hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit übernommen. Heute wurde in Berlin mit einer Gesprächsrunde der Initiatoren und Förderer sowie einer Vorleseaktion der Startschuss gegeben.

In den nächsten Wochen kontaktiert die Stiftung Lesen in Berlin alle Arbeitgeber mit gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und stellt ihnen das Projekt vor. Mehr als 1.000 Unternehmen im Land werden auf diesem Weg aktiv angesprochen. Auch kleinere Unternehmen und Institutionen können an dem kostenlosen Programm teilnehmen und sich bei Interesse unter der E-Mail-Adresse meinpapaliestvor@stiftunglesen.de anmelden.

„Mein Papa liest vor!“ funktioniert ganz einfach: Über das firmeneigene Intranet ihres Arbeitgebers erhalten die Mitarbeiter wöchentlich von der Stiftung Lesen eine Geschichte, die sie einfach und kostenlos herunterladen und mit nach Hause nehmen können. Die Geschichten sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen sowie kulturelle Hintergründe. Ein umfassendes Vorlese-Dossier mit Hintergründen und Tipps zum Vorlesen vermittelt zudem, warum Vorlesen für die Entwicklung der Kinder so wichtig ist.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit: „Je früher man mit Büchern in Kontakt kommt und sie für sich entdeckt, desto besser. Denn Lesen fördert die Persönlichkeitsentwicklung und ist der Schlüssel zu Bildung und schulischem Erfolg. Ich unterstütze daher die Initiative ‚Mein Papa liest vor!‘ als Schirmherr und wünsche ihr eine rege Unterstützung seitens der Berliner Unternehmen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, ging gemeinsam mit Radiomoderator Sven Oswald mit einer Vorleseaktion zum Projektstart mit gutem Beispiel voran: „Es ist wichtig, dass mehr Väter ihren Kindern vorlesen und das möglichst regelmäßig. Sie sollten diese besonderen Momente zwischen Eltern und Kind nicht den Müttern allein überlassen. Eltern sind die ersten Vorbilder für ihre Kinder und helfen ihnen durch das Vorlesen, sich zu vielseitig interessierten, sprachbegabten Menschen zu entwickeln. Um Vätern den Einstieg zu erleichtern, fördert meine Senatsverwaltung das Projekt ‚Mein Papa liest vor!‘“

„Leseförderung ist angesichts der hohen Zahl von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland nicht nur eine politische, sondern auch eine unternehmerische Aufgabe“, macht Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, deutlich. „Wir rufen daher  alle Arbeitgeber auf, über die Teilnahme an ‚Mein Papa liest vor!‘ einen einfachen und effektiven Beitrag zu einer familienfreundlicheren Arbeitskultur und zur Steigerung der Bildungschancen der Kinder ihrer Mitarbeiter zu leisten.“

Auch Dr. Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Sparkasse, betont die Verantwortung von Unternehmen: „Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist Leseförderung essenziell für die Zukunft“, so Dr. Johannes Evers. „Vorlesen und Lesen fördert nicht nur die Fantasie, Kreativität und Empathie von Kindern, sondern hat auch Auswirkungen auf ihre späteren Bildungschancen. Daher hoffen wir, dass sich neben den Sparkassen viele weitere Unternehmen in Berlin an dem für sie kostenlosen Projekt beteiligen und den Kindern ihrer Mitarbeiter auf diese Art und Weise neue Zugänge zum Lesen ermöglichen“.

Henrik Tesch, Direktor Politik und Gesellschaftliches Engagement Microsoft Deutschland, ergänzt: „Schon jetzt steht der deutsche Arbeitsmarkt vor großen Herausforderungen: 14,5 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und sind damit kaum ausbildungsfähig. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es daher ein Muss, in die Lese- und Schreibfähigkeit junger Menschen zu investieren.“

Das Projekt „Mein Papa liest vor!“ wird bislang in Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin umgesetzt, startet Anfang April in Bayern und wird sukzessive bundesweit umgesetzt. Rund 800 Unternehmen mit ca. 2,5 Millionen Mitarbeitern nehmen bereits teil.

Bild: (c) Bildschön

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