In Zeiten knapper Haushalts- und Marketingbudgets könnte der Schlüssel zu zufriedenen Konsumenten in vernetzten Verpackungen liegen.
Dass es derzeit vielen Menschen finanziell schwerfällt, ist kein Geheimnis. Die anhaltende Krise bei den Lebenshaltungskosten drückt auf die Haushaltsbudgets und die Verbraucher achten bei ihren alltäglichen Einkäufen verstärkt darauf, dass sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Doch während sie ihre Ausgaben genau prüfen, tun Unternehmen das Gleiche – sie sparen an allem, was keinen klaren Nutzen für Umsatz und Rendite bringt.
Umso überraschender sind die aktuellen Forschungsergebnisse zu vernetzter Verpackung. Eine Studie des Performance-Marketing-Unternehmens Merkle zeigt, dass britische Konsumentinnen und Konsumenten gezielt nach Möglichkeiten suchen, über Technologien wie QR-Codes, visuelle Produkterkennung, Augmented Reality oder NFC-Tags mit Marken in Kontakt zu treten – all das meist direkt über die Verpackung eines Produkts.
Clever verbunden
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten würde man erwarten, dass sich der Blick der Verbraucher ausschließlich auf den Inhalt einer Verpackung richtet. Doch laut Merkle haben 84 % der Befragten im letzten Monat mindestens eine Form vernetzter Technologie genutzt – fast ein Drittel davon sogar viermal oder häufiger im selben Zeitraum.
Im „Connected Experiences Research Report 2025“ beschreibt Merkle, wie physische und digitale Berührungspunkte zunehmend verschmelzen. Über ein Drittel der Konsumenten (37 %) kaufen eher ein Produkt, wenn dieses mit einer vernetzten Erfahrung verknüpft ist. Noch eindrucksvoller: Fast ein Drittel (29 %) ist bereit, für ein solches Produkt mehr zu bezahlen.
„Da die Erwartungen der Verbraucher stetig steigen, müssen Marken über isolierte Kampagnen hinausgehen und ganzheitliche, integrierte Erlebnisse über alle Kontaktpunkte hinweg schaffen“, erklärt Ruth Bucknell, Vice President Experience Design bei Merkle. „Vernetzte Erlebnisse, von smarter Verpackung über Interaktionen im Handel bis hin zu digitalen Anzeigen, bieten enorme Chancen, die Kundenbindung zu vertiefen.“
Dialog auf Augenhöhe
Ein gelungenes Beispiel für eine solche Markeninteraktion über Verpackung ist „Kellogg’s Town“ – ein virtuelles Erlebnis, das mit interaktiven Online-Spielen, Gewinnaktionen und Sonderangeboten Kundenloyalität stärken soll. In 23 europäischen Märkten führt das Konzept den Konsumenten in eine virtuelle Stadt, gebaut aus Frühstücksflocken-Schachteln. Spiele wie „Shelf Shuffle“, ein Denkspiel, oder „Basteln mit Coco“, wo man lernt, Verpackungen in Vogelhäuschen oder Anzuchttöpfe zu verwandeln, schaffen spielerische Mehrwerte für die ganze Familie.
QR-Codes auf Verpackungen verknüpfen den physischen Kaufmoment mit digitalen Erlebniswelten. Darüber hinaus ermöglichen sie den Marken, ihre Kundschaft später über Kanäle wie Social Media oder E-Mail weiter anzusprechen. Für Kunden entsteht ein persönliches, teilbares Erlebnis mit zusätzlichen Inhalten, Rabatten oder Gewinnspielen.
„Um tatsächliches Verhaltensänderung zu bewirken, braucht es einen überzeugenden Grund zur Interaktion“, sagt Bucknell. „Ob Belohnung, Bequemlichkeit oder Mehrwert – wenn Marken das ‚Warum‘ hinter dem Erlebnis gut vermitteln, kann aus Neugier echtes, dauerhaftes Engagement werden.“
Den vollständigen „Connected Experiences Research Report 2025“ von Merkle finden Sie unter: bit.ly/Merkle-Connected-Experiences