Forscher des Fraunhofer IVV machen auf die Wichtigkeit von Verpackungen aufmerksam. Insbesondere in der Lebensmittelbranche werden stetig innovative Verpackungen entwickelt, die sowohl die Frische und Nachhaltigkeit als auch den Umweltschutz gewährleisten sollen.
Seit 2001 arbeitet die promovierte Chemikerin Cornelia Stramm, Abteilungsleitung der Materialentwicklung des Fraunhofer-Instituts, an der perfekten Lebensmittelverpackung. Für sie steht die Sicherheit des Lebensmittels an erster Stelle, da die Versorgung der immens wachsenden Weltbevölkerung stets gewährleistet sein muss. Sie legt dar, dass jedes Lebensmittel seine ganz eigenen Anforderungen an eine Verpackung aufweist, da sie beispielsweise über verschiedene Haltbarkeiten verfügen und dabei bestimmte Inhaltsstoffe, wie Vitamine, so lange wie möglich erhalten bleiben sollen.
Dazu kommt, dass die Verpackungen auch auf große Anlagen übertragen werden sollen, sodass eine Massenprozesstauglichkeit für den Weltmarkt möglich ist. Professor Jens-Peter Majschak, Leiter des Fraunhofer IVV Institutsteils Verarbeitungstechnik in Dresden, ist überzeugt, (…) „dass die Sicherheit der Lebensmittelversorgung massiv von der Verpackung abhängt.“ Für ihn hat die unvorteilhafte Verpackung eines Lebensmittels mit einer erheblichen Unterbewertung des Lebensmittels an sich zu tun. Er sieht darin ein gesellschaftliches Problem, denn gute Verpackungen sollen einen Lebensmittelverlust grundsätzlich verhindern. Glücklicherweise sieht er im Maschinenbau einen Wandel, der eine Differenzierung hervorbringt – neue Produzenten mit neuartigen Rohstoffquellen, die dem Maschinenbau im Hocheffizienzbereich in Zukunft mehr Flexibilität abverlangt, um die gesamten Marktbedürfnisse befriedigen zu können.
Im Vordergrund der Verpackungsprozesse steht auf jeden Fall die Thematik der Umweltbelastung. Das Fraunhofer IVV möchte diese langfristig reduzieren und tüftelt an immer neuen Recycling-Prozessen. „Deshalb muss es uns gelingen, die kritische Wahrnehmung zu verändern und die riesigen Chancen, die unsere Branche bietet, sichtbar zu machen.“, so Professor Majschak.
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