Das Geschäftsklima der Druck- und Medienindustrie hat sich im Mai 2026 erneut leicht verschlechtert. Der vom Bundesverband Druck und Medien (BVDM) ermittelte Geschäftsklimaindex sank gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent auf 86,4 Punkte. Damit bewegt sich das Geschäftsklima der Druck- und Medienindustrie weiterhin auf einem Niveau, das bereits im Vorjahr erreicht wurde. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Branche nach wie vor vor wirtschaftlichen Herausforderungen steht.
Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich leicht eingetrübt. Der Geschäftslageindex fiel im Mai auf 87,4 Punkte. Zwar bewerten 5 Prozent der Unternehmen ihre derzeitige Lage positiv. Gleichzeitig stufen jedoch 27 Prozent ihre Situation als negativ ein. Die Mehrheit von 68 Prozent bezeichnet die Lage als befriedigend. Insgesamt bleibt die Stimmung damit verhalten.
Besonders angespannt zeigt sich weiterhin die Ertragslage. Lediglich 3 Prozent der Unternehmen melden eine positive Entwicklung. Demgegenüber bewerten 52 Prozent ihre Ertragslage negativ. Dies verdeutlicht, dass viele Betriebe trotz stabiler Geschäftsaktivitäten weiterhin unter wirtschaftlichem Druck stehen.
Die Auftragslage bleibt herausfordernd
Der entsprechende Saldo liegt aktuell bei minus 33 Prozentpunkten. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies zwar eine leichte Verbesserung dar. Dennoch signalisiert der Wert weiterhin eine schwierige Marktsituation. Viele Unternehmen berichten von einer zurückhaltenden Nachfrage und einem hohen Wettbewerbsdruck.
Darüber hinaus fallen die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate etwas pessimistischer aus. Der Erwartungsindex sank auf 85,5 Punkte. Während lediglich 3 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung rechnen, erwarten 30 Prozent eine Verschlechterung ihrer Geschäftsentwicklung. Weitere 67 Prozent gehen von einer stabilen Situation aus. Daraus ergibt sich ein negativer Saldo von minus 35 Prozentpunkten.
Bei den Verkaufspreisen rechnen viele Unternehmen zudem mit Anpassungen. So erwarten 46 Prozent steigende Preise, während die Hälfte von stabilen Preisen ausgeht. Lediglich 4 Prozent rechnen mit sinkenden Verkaufspreisen.
Insgesamt zeigt das aktuelle Geschäftsklima der Druck- und Medienindustrie, dass die Branche weiterhin unter Druck steht. Zwar gibt es in einzelnen Bereichen leichte Verbesserungen. Dennoch belasten eine schwache Ertragslage, eine herausfordernde Auftragsentwicklung und zurückhaltende Erwartungen die Unternehmen auch im weiteren Jahresverlauf.



