Auf der Interpack 2026 in Düsseldorf hat die Heidelberger Druckmaschinen AG ihre Position in der Verpackungsproduktion weiter gestärkt. Das Unternehmen präsentierte mehrere neue Partnerschaften und unterstrich damit seinen Anspruch, als End-to-End-Systemintegrator die gesamte Wertschöpfungskette der Verpackungsproduktion abzudecken. Im Mittelpunkt stehen Kooperationen mit Pack-Smart, Metsä Board, der pfenning group sowie dem Flexodruckmaschinenhersteller Comexi.
Bisher lag der Fokus von Heidelberg vor allem auf Druckvorstufe, Drucksaal und Weiterverarbeitung
Künftig sollen jedoch auch vor- und nachgelagerte Prozesse stärker integriert werden. Ziel ist es, nicht nur einzelne Maschinen anzubieten, sondern komplette Produktionsketten zu optimieren. Dadurch sollen Kunden von kürzeren Durchlaufzeiten, einer höheren Gesamtanlageneffektivität und einer konsistenten Qualität profitieren.
Ein wichtiger Baustein ist die Zusammenarbeit mit Pack-Smart. Die Partnerschaft konzentriert sich auf Serialisierung, Authentifizierung und Rückverfolgbarkeit von Verpackungen. Dadurch können Produkte entlang der gesamten Lieferkette verfolgt und Marken besser geschützt werden. Auf der Interpack demonstrierten beide Unternehmen diese Möglichkeiten anhand der sogenannten „Magic Box“, die verschiedene Serialisierungssysteme in einem Workflow vereint.
Darüber hinaus arbeitet Heidelberg künftig enger mit Metsä Board zusammen. Der finnische Kartonhersteller wird als Substratlieferant direkt in das Ökosystem eingebunden. Gemeinsam planen die Partner Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Pilotanwendungen. Ziel ist es, den Einsatz faserbasierter Materialien zu fördern und nachhaltigere Lösungen für die Verpackungsproduktion zu entwickeln.
Auch die Kooperation mit der pfenning group verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz
Hier steht die Verbindung von Produktion und Logistik im Fokus. Insbesondere im Bereich der pharmazeutischen Verpackungen sollen Prozesse effizienter gestaltet und Materialflüsse nahtlos organisiert werden.
Ergänzend dazu kooperiert Heidelberg mit Comexi im Bereich flexibler Verpackungen. Während Heidelberg weiterhin auf faserbasierte Lösungen setzt, soll die Zusammenarbeit zusätzliche Potenziale im Folienbereich erschließen.
Mit den neuen Partnerschaften erweitert Heidelberg seine Strategie deutlich. Das Unternehmen entwickelt die Verpackungsproduktion konsequent zu einem integrierten Ökosystem weiter, das Technologie, Materialien, Daten und Logistik miteinander verbindet. Damit reagiert Heidelberg auf die steigenden Anforderungen an Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit in der modernen Verpackungsindustrie.



