Hersteller arbeiten stetig an Lösungen, damit weniger Plastik für Produktverpackungen verbraucht wird. Nun hat auch der Spirituosenhersteller „Diageo“ angekündigt, Flaschen seines Whiskeys Johnny Walker ab 2021 zu vertreiben, die zu hundert Prozent aus biologischem Material und Papier bestehen.
Auch andere Marken wie Coca-Cola, L’Oréal, The Absoult Company oder Carlsberg arbeiten seit 2015 an einer Lösung, mehr Papier als Verpackungsmaterial zu nutzen. Dafür wurde das Unternehmen Paboco, The Paper Bottle Company ins Boot geholt. Diese arbeitet an Flaschen, die zu hundert Prozent aus Papier und auch wiederverwertbar sein sollen.
Die Schutzschicht der Papierflasche besteht aus biologischem PEF, das die Flüssigkeit im Inneren schützt. Anfang des nächsten Jahres möchte Diageo die Flasche auf den Markt bringen. Auch andere alkoholische Getränke, wie Bier oder Wodka, stehen für die Papierflaschen-Produktion in den Startlöchern.
Was ist umweltfreundlicher?
Mehrwegflaschen sind grundsätzlich umweltfreundlicher als Einwegflaschen. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, ob die Flaschen in der Nähe gekauft und auch wieder befüllt werden. Getränkeflaschen von regionalen Anbietern, die mehrfach verwendet werden, haben die beste Ökobilanz. Glasflaschen sind bis zu fünfzig Mal wiederbefüllbar, wohingegen PET-Flaschen in etwa nach dem zwanzigsten Mal aus dem Kreislauf entnommen werden. Das aus den Plastikflaschen gewonnene Granulat kann allerdings nur zur Hälfte zur Herstellung neuer Flaschen oder anderer Gegenstände genutzt werden, da beim Verwertungsprozess Moleküle beschädigt werden.
Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:




3 thoughts on “Johnny-Walker-Flasche aus Papier”
Comments are closed.